Spatenstich für Continental-Windpark: Bauarbeiten für drei Windkraftanlagen gestartet

Baustart für den ersten unternehmenseigenen Windpark
Twistetal/Korbach. Mit dem Spatenstich fiel der offizielle
Startschuss für den Bau des ersten unternehmenseigenen Windparks von Continental. In Twistetal entstehen drei Windenergieanlagen, die künftig gemeinsam mit den bestehenden Photovoltaikanlagen rund zwei Drittel des Strombedarfs des Continental-Reifenwerks in Korbach decken werden. Das Projekt ist ein wichtiger Meilenstein für die langfristige Energieversorgung des Standorts.
Erster Spatenstich markiert Beginn der Bauarbeiten
Zur feierlichen Veranstaltung begrüßte Continental Vertreterinnen und Vertreter des Projektpartners, der Verbands-Energie-Werk Gesellschaft (VEW), sowie aus Politik und Verwaltung. Gemeinsam markierten sie den Beginn der Bauarbeiten mit dem obligatorischen ersten Spatenstich. „Mit dem heutigen Spatenstich setzen wir ein starkes Zeichen für die Zukunft unseres Standorts. Der Windpark wird dazu beitragen, einen großen Teil unseres Strombedarfs mit selbst erzeugter erneuerbarer Energie zu decken. Das schafft Planungssicherheit bei den Energiekosten und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produktion in Korbach“, sagte Klaus Ohlwein, Leiter des Continental-Reifenwerks in Korbach.


VEW begleitet Bau und Umsetzung des Windparks
Projektpartner beim Bau des Windparks ist die Verbands-Energie-Werk Gesellschaft für erneuerbare Energien mbH (VEW) aus Korbach. Das Unternehmen begleitet die Umsetzung des Projekts von der Bauphase bis zur geplanten Inbetriebnahme Ende 2027 und bringt seine langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Realisierung von Windenergieprojekten in Nordhessen ein. „Wir freuen uns, gemeinsam mit Continental als starkem Partner vor Ort den Windpark Twistenberg zu errichten. Damit erhöhen wir den Anteil erneuerbarer Energien in der Region. Er wird direkt in das Werksnetz eingespeist und für die Produktion am Standort Korbach genutzt. So leistet der Windpark einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Industriestandorts Nordhessen“, erklärte Frank Benz, Geschäftsführer der VEW.


Erneuerbare Energie für die Reifenproduktion
Die drei Windenergieanlagen werden künftig jährlich rund 55 Gigawattstunden Strom erzeugen. Die vor Ort erzeugte erneuerbare Energie wird unmittelbar für die Reifenproduktion in Korbach
genutzt, beispielsweise für energieintensive Prozesse wie das Mischen von Kautschukrohstoffen und die Herstellung von Reifenkomponenten. Damit trägt der Windpark zu einer langfristig stabilen und wettbewerbsfähigen Energieversorgung des Standorts bei. Das Projekt ist Teil der globalen Strategie von Continental, die eigene Energieversorgung durch einen höheren Anteil erneuerbarer Energien unabhängiger zu gestalten. Bereits seit 2020 deckt das Unternehmen seinen weltweiten Strombedarf aus erneuerbaren Energiequellen ab. Durch die Umstellung auf emissionsärmere Energieträger hat Continental die absoluten Emissionen in der Reifenproduktion innerhalb von vier Jahren um rund 180.000 Tonnen CO₂ reduziert. Seit Anfang 2026 verzichtet das Unternehmen zudem an allen Produktionsstandorten vollständig auf Kohle und Schweröl.